Ankuft in Yachay

27. September 2018

Am Mittwoch sind Simone und Martin zu ihrem zweiten Besuch 2018 in Huancayo angekommen.

Zusammen mit Aline, die nach ihrem Maturaabschluss bis Dezember ein 3-monatiges Voluntariat an der Schule Yachay absolvieren wird, wurden wir getern Donnerstag von der Yachayfamilie herzlich empfangen.

Hier einige Eindrücke:

Aline wird von einem Schüler willkommen geheissen und erhält ein kleines Geschenk
Erste Kontakte mit den Kindern in der Pause

Der Innenhof der Schule ist im Hinblick auf das bevorstehende 9. Jubiläum mit einem grossen Plakat geschmückt.

Fast wie Panini-Bilder 🙂

 

 

 

 

Besuch von Theres Arnet in Huancayo

Welche Erfahrung – das erste Mal im Leben nach Südamerika zu reisen – und in Huancayo/Peru die Primarschule Yachay zu besuchen!

Dieses Jahr hat uns Theres Arnet auf unserer Reise nach Huancayo begleitet. Hier findest du ihren Erfahrungsbericht. Ganz herzlichen Dank an Theres …. für die Begleitung und den Bericht.

Eindrücke von meinem Aufenthalt in Huancayo in der Schule Yachay

Welche Erfahrung – das erste Mal im Leben nach Südamerika zu reisen – und in Huancayo/Peru die Primarschule Yachay zu besuchen!

Die 10 Tage meines Aufenthaltes – ich reiste zusammen mit Simone und Martin Gysi – gaben mir einen Einblick in die Primarschule Yachay und ich durfte die Schülerinnen und Schüler und die Lehrerinnen Giovanna, Kati, Eva und Emilia und Miguel kennenlernen. Die Begegnungen waren sehr herzlich und ich konnte mich mit meinen äusserst spärlichen Spanisch-Kenntnissen, mit «Händen und Füssen» und der Unterstützung von Simone und Martin ganz gut verständigen. Die Spontaneität und die Herzlichkeit in der Schule haben mich tief beeindruckt und das Interesse der Kinder am Leben in der Schweiz war bei allen Begegnungen ein Thema.

Die Besuche in den Klassenzimmern gaben mir einen tollen Einblick in die professionelle Führung und Stoffvermittlung durch die Lehrpersonen, in die Lernbereitschaft der Kinder und die Disziplin und Ordnung im ganzen Schulareal.

Mit vielen positiven Eindrücken trat ich die Heimreise an, zufrieden und glücklich über die Entwicklung unseres Projektes «Niños del porvenir» und mit der Hoffnung, dass wir in Zukunft weiterhin auf viele Gönnerinnen und Gönner zählen dürfen. Ich kann versichern, dass die Gelder vollumfänglich dem Projekt zu Gute kommen, ganz nach dem Motto: Jeder Rappen zählt!
Denn unser Projekt bietet den Kindern aus dem Armenviertel Ocopilla die Chance auf ein besseres Leben.

Theres Arnet-Vanoni, April 2018

Direkt aus Huancayo 2018 – Bericht 6

Aus dem Unterricht

 

Naturwissenschaft und Zeichnen

Als erstes möchten wir eine interessante Unterrichtseinheit vorstellen, in der die Lehrerin Eva mit den 3.- und 4.-Klässlern  geschickt spielerische und intellektuelle Elemente kombiniert hat.  Nach der Behandlung des Verdauungssystems im Klassenverband erhielten die Schüler und Schülerinnen ein Arbeitsblatt, das sie selber bemalen und beschriften mussten. Daraus gestalteten sie dann ein Puzzle, mit welchem sie beim Zusammensetzen das Thema immer wieder neu (im wahrsten Sinne des Wortes) begreifen können.

Das Nervensystem – 5. und 6. Klasse

Auch in bei der Lehrerin Kati haben wir eine Naturwissenschaftsstunde besucht, und zwar eine Lektion zum menschlichen Nervensystem. Hier wurde ein ganz anderer methodisch-didaktischer Ansatz gewählt:
Nach einer kurzen Repetition des in der letzten Lektion Gelernten erhielten die Schüler den Auftrag, die wichtigsten Elemente nach eigener Gewichtung zusammenzutragen und auf einem Plakat darzustellen. Anschliessend stellte jede Gruppe ihr Plakat den Mitschülerinnen und  Mitschülern in einer kurzen Präsentation vor. Es erstaunt uns immer wieder, mit welcher Natürlichkeit und Sicherheit die Kinder von Yachay solche Aufgaben bewältigen.

Und auch das gibt es … :

stilles und konzentriertes Arbeiten währen dreissig Minuten mit diesem Arbeitsblatt zu Zahlenfolgen in der Mathematik bei Miss Eva

Direkt aus Huancayo 2018 – Bericht 5

Ein Blick in die Küche

In diesem Bericht möchten wir einen Einblick in den Taller productivo von Emilia vermitteln. Am Montag durften wir dem Unterricht der 2. Klässler beiwohnen. Am Anfang scharten sich die Schüler vor der Küche und warteten geduldig auf den Beginn der Stunde. Einige hatten von zu Hause kleine Flaschen mit Frittieröl mitgebracht, andere wiederum zogen Säcke mit Bohnen aus ihren Kochschürzen heraus. Eine dritte Gruppe brachte Teig für Wantan mit.

Emilia achtet strikt darauf, dass alle vor Beginn der Arbeit die Hände waschen.

Mit Eifer machten sich die Zweitklässler an die Arbeit, sortierten die unbrauchbaren Bohnen aus, befolgten die Anweisungen von Emilia und formten die Wantanteigscheiben zu „Krawättli“. Dies war für die Schüler gar nicht so einfach, denn nicht alle Kinder verfügten über die nötige Geschicklichkeit und Ausdauer! Auch da gilt das Sprichwort: Übung macht den Meister!

Anschliessend frittierte Emilia die „Krawättli“ in heissem Öl. Aus Sicherheitsgründen dürfen neben Emilia nur die älteren Kinder diese Arbeit verrichten. Die Schüler waren anfangs sehr aufgeregt, ob die „Krawättli“ ihre Form behielten oder nicht. Mit der Zeit gab es immer weniger Misserfolge; dies sehr zur Freude der jungen Köche! Auch die zuvor eingeweichten Bohnen wurden frittiert.

 

Am Schluss der Stunde wurden die Produkte aufgeteilt und in die mitgebrachten Tuppergeschirre abgepackt. Nach dem Aufräumen verliessen die Schüler gut gelaunt die Schulküche. Wieder einmal haben sie in kurzer Zeit gelernt, wie man mit einfachen Mitteln etwas herstellen kann. Sicher werden einige Kinder ihre Kochkünste zu Hause unter Beweis stellen. Uns fällt immer wieder auf, wie gut der Umgang zwischen Lehrperson und Schülern ist.

Am nächsten Tag wurden im Taller feine Guetzli hergestellt. Der Duft aus der Schulküche hat Martin dorthin gelockt.
Die Bilder kannst du geniessen, den Duft leider nicht.

Direkt aus Huancayo 2018 – Bericht 4

Educación Física – Turnen und Sport

Da die bisherige Turnwiese hinter der Schule Yachay einen neuen Eigentümer hat, musste die Schule für das laufende Schuljahr eine neue Lösung finden. Neu können wir den Sportunterricht auf einem richtigen Sportplatz eine gemeindlichen Anlage betreiben. Heute allerdings war das Terrain von einer anderen Schule genutzt. Eva musste deshalb mit ihrer Klasse eine Ersatzwiese finden. Ausser dass wir für einen Moment von einer kleinen Herde von Jungstieren gestört wurden, ist alles gut abgelaufen.

Hier einige Bilder vom Unterricht

Direkt aus Huancayo 2018 – Bericht 3

El buen trato – der gute Umgang

Heute Donnerstag 19. Mai durfte ich in der 3. und 4. Klasse eine eindrückliche Lektion mit Eva zum Thema „gengenseitiger Umgang“ miterleben.

Schon in den vergangenen Lektionen hat sich die Klasse mit dem Thema auseinandergesetzt und kam dabei zum Schluss, dass ein guter Umgang bedeutet, die anderen so zu behandeln wie man selber behandelt werden möchte, d.h. mit gegenseitigem Respekt, Verständnis und Wohlwollen.

Die Schülerinnen und Schüler haben dazu Plakate und einen Slogan entworfen. Die verschiedenen Plakate wurden der Klasse vorgestellt und dann wurde ein Umzug durch den Schulhof und die Strasse unserer Schule organisiert.

Hier einige Plakate mit den entsprechenden Autoren:

Und ein kurzer Eindruck vom Umzug:

 

Direkt aus Huancayo 2018 – Bericht 2

Für einmal findest du auf dieser Seite nicht einen eigentlichen Beitrag zu unserem Projekt. sondern einen Bericht über einen Ausflug in die Region um Huancayo.

Unser Ausflug führte uns zunächst nach Chupaca, einer grösseren Ortschaft in etwa 15 Kilometern Entfernung von Huancayo. Dort besuchten wir den lokalen Markt. Hier einige Eindrücke:

Anschliessend fuhren wir via Ahuac zu den Ruinen von Arwaturo über der Lagune vob Ñahuinpuquio. In Arwaturo lagerten die Wankas (Urbevölkerung der Region um Huancayo) ihre Agrarprodukte auf einem Hügelzug mit herrlicher Aussicht über das Tal des Mantaro. Der Aufstieg ist auf einer Höhe von 3400 m allerdings schon ein wenig anstrengend, aber er lohnt sich auf jeden Fall.

Arwaturo

Zum Schluss führte uns die Reise in ein Seitental der Hochebene des Mantaro, nach Ingenio. Ingenio ist berühmt für seine Forellenzucht. Ein klarer und wunderschöner Bergbach hat dort die nötigen Voraussetzungen für diesen nicht unwichtigen Wirtschaftszweig der Region geschaffen. Selbstverständlich haben wir uns dort auch kulinarisch verwöhnen lassen. Neben der Fischzucht ist auch der Anbau von Artischocken in dieser Gegend auf 3300 m eine wichtige Einkommensquelle.

Im nächsten Bericht werden wir dir einen Einblick in den Unterrichtsalltag an der Schule liefern.

Direkt aus Huancayo 2018 – Bericht 1

Am Sonntag, 15. April sind wir drei Vorstandsmitglieder, Theres Arnet und Martin und Simone Gysi 32 Stunden nach unserer Abreise in der Schweiz am Flughafen Jauja, in der Nähe von Huancayo eingetroffen.
Den Tag haben wir dann privat mit Giovanna verbracht.

Am Montag wurden wir an der Schule herzlich vom ganzen Unterrichtsteam und den Schülerinnen und Schülern empfangen und durften mit Genugtuung feststellen, dass das neue Schuljahr erfolgreich begonnen wurde. Hier einige Bildeindrücke.

Der Empfang:
klicke auf die Galerie, um die Bilder in voller Grösse zu sehen

Dann gab’s für alle einen Imbiss, den wir verteilen durften:

Und hier nioch einige Eindrücke aus der anschliessenden Pause, in der uns auch das neuste Mitglied der Yachay-Familie vorgestellt wurde: der gut 2 Monate alte Sohn von Miguel und Emilia: Mati (Miguel Matias)

In den nächsten Tagen werden wir regelmässig über unseren Aufenthalt und die Schule berichten.